Mit Schwung auf die Matte: HJJV-Kinderlehrgang rund ums Werfen

Wer andere auf die Matte schicken möchte, muss zunächst selbst sicher landen können. So stand beim HJJV-Landeslehrgang für Kinder Mitte Oktober im Budo-Centrum der SVP nach den ersten Aufwärmspielen erst einmal die Fallschule auf dem Programm. Doch dabei blieb es natürlich nicht: Auf die fast 40 teilnehmenden Ju-Jutsu-Kids wartete ein abwechslungsreicher Vormittag mit verschiedenen Wurftechniken. 

Die Leitung übernahm Christophe Sorenti (1. Dan Judo, 1. Kyu Ju-Jutsu, SVP/DSV69). Unterstützt wurde er von Benedict Broy (1. Dan Judo, Trainer C und aktiver Kämpfer im SVP-Judokader) sowie Hanno Mangelsdorff (3. Kyu Ju-Jutsu, DSV69). Gemeinsam hatten sie für die Kinder mit Graduierungen vom Weißgurt bis zum grünen Streifen ein Programm vorbereitet, das Judo-Grundlagen mit der Anwendung im Ju-Jutsu verband.

Nach der Fallschule ging es um eine entscheidende Voraussetzung für einen gelungenen Wurf: das Brechen des Gleichgewichts, im Judo „Kuzushi“ genannt. Praktische Aufgaben machten deutlich, wie sich der Partner aus dem Gleichgewicht bringen lässt und welche Rolle die richtige Haltung des Wurfpartners, des „Uke“, beim gemeinsamen Üben spielt.

Anschließend nahm sich das Trainerteam drei Wurfgruppen vor. Bei den Hüftwürfen stand der O-Goshi im Mittelpunkt. Weiter ging es mit den Beintechniken Beinsteller und Große Außensichel, also O-Soto-Otoshi und O-Soto-Gari. Den dritten Schwerpunkt bildete der Schulterwurf Seoi-Nage als Vertreter der Handwürfe. Jede Einheit gliederte sich in zwei Teile: zunächst die Grundlagen aus dem Judo, anschließend die Anwendung im Ju-Jutsu. Auf Erklärungen und Vorführungen folgte jeweils reichlich Gelegenheit, das Gezeigte selbst auszuprobieren.

Die Gruppe machte es dem Trainer-Team leicht: Die Kinder waren aufmerksam, übten fleißig und arbeiteten toll zusammen. Dafür gab es von den Trainern ein ausdrückliches Lob an alle Beteiligten.

Zum Abschluss konnten die Kinder in einer offenen Runde noch ihre Fragen loswerden, bevor ein letztes gemeinsames Spiel den Vormittag abrundete. Kurz nach zwölf Uhr wurde in bester Stimmung abgegrüßt. Das Trainerteam freute sich über das engagierte Mitmachen – und darüber, dass bei aller Konzentration auf Haltung, Gleichgewicht und Technik auch der Spaß einen festen Platz auf der Matte hatte.

Text: Chistophe Sorenti, Chat’n’R