Mitte April fand in Würzburg das Tagesseminar „SelbstSicherheit im Dunklen“ mit Fatma Keckstein (5. Dan Ju-Jutsu und Gleichstellungsbeauftragte im HJJV) statt. Das Seminar wurde in Kooperation zwischen dem HJJV und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband durchgeführt.
Mit 14 Teilnehmer*innen war die Veranstaltung in einem intensiven und persönlichen Rahmen angesetzt, der viel Raum für Austausch, praktische Übungen und individuelle Erfahrungen bot. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Selbstschutz, Selbstbehauptung und Handlungssicherheit auch unter erschwerten Bedingungen vermittelt und trainiert werden können.
Bereits zu Beginn setzte Fatma mit ihrer Einleitung einen prägnanten Impuls: „SV-Kurse sind wie Erste-Hilfe-Kurse: Man hofft, das Erlernte nie zu benötigen, aber im Notfall ist es gut zu wissen, wie man handeln muss.“
Von dort aus spannte sich der Bogen über zentrale Inhalte der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Vorgestellt wurde unter anderem die von Fatma entwickelte „Rettungskette der Gewalt“, angelehnt an die bekannte Rettungskette der Ersten Hilfe. Zudem wurden wichtige Grundlagen des Notwehrrechts behandelt sowie praktische Ansätze zur Selbstbehauptung mit Stimme und Sprache erarbeitet. Auch der Einsatz von Alltagsgegenständen als Hilfsmittel zur Verteidigung war Teil des Seminartages.
Im praktischen Teil standen wirksame und einfach umsetzbare Techniken im Fokus, darunter Hammerfaustschläge, Ellenbogenschläge und Fingerstiche. Die Teilnehmer*innen konnten die Inhalte direkt erproben und trainieren, wodurch Theorie und Praxis eng miteinander verbunden wurden.
Fatmas Fazit: „Für mich war es ein energiegeladener Tag mit supersympathischen und hochmotivierten Seminarteilnehmer*innen. Vielen Dank an alle, die dabei waren und natürlich an die Organisatoren. Die Einladung, im kommenden Jahr das nächste Seminar zu halten, wurde direkt im Anschluss ausgesprochen – ich komme sehr gern wieder.“
Text: Chat’n’R
