Prüferlizenzlehrgang des HJJV: intensive Diskussionen, wertvoller Austausch und neue Lizenzen

Am vergangenen Samstag (11. April 2026), fand im Landesleistungszentrum der alljährliche Prüferlizenzlehrgang (PLZ) des Hamburgischen Ju-Jutsu Verbandes (HJJV) statt. Nachdem der übliche PLZ-Standardtermin am zweiten Januar-Samstag dieses Mal aufgrund von Schnee ausfallen musste, war die Freude groß, dass der Lehrgang nun erfolgreich nachgeholt werden konnte.

Mit fast 40 Teilnehmenden war die Veranstaltung sehr gut besucht. Unter der Leitung von HJJV-Präsident Jens Keckstein (7. Dan Ju-Jutsu) wurde die Gruppe entspannt und kompetent durch ein abwechslungsreiches Programm geführt.

Den Auftakt bildete ein umfangreicher Theorieteil, der rund drei Stunden in Anspruch nahm. Einen besonderen Schwerpunkt nahm dabei das Thema „Arbeit mit dem Messer“ ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Art der Waffenbenutzung auch im Hinblick auf die Außenwirkung im Prüfungswesen vertretbar und sinnvoll ist.

Ein weiteres wichtiges Thema war die allseits bekannte Aussage: „Alle Atemi-Techniken müssen zurückgezogen werden.“ Auch hierzu wurde engagiert diskutiert. Mögliche Ausnahmen wurden nicht nur theoretisch beleuchtet, sondern anschließend auch praktisch auf der Matte überprüft und getestet.

Im weiteren Verlauf standen dann weitere praxisnahe Inhalte auf dem Programm: Dreierkontakt, Weiterführung abgewehrter Atemi sowie von Stockangriffen wurden gemeinsam erarbeitet, besprochen und trainiert.

So wurde der Lehrgang zu einem langen, aber sehr lebendigen und diskussionsfreudigen Event, das einmal mehr gezeigt hat, wie wertvoll der gemeinsame Austausch im Verband ist. Neben vielen fachlichen Impulsen und neuen Perspektiven konnte sich der HJJV am Ende auch über einige neue Prüferlizenzen freuen.

Ein gelungener Lehrgang also, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch das Miteinander im Verband weiter stärkt.

Text: Philipp Kernche, Chat’n’R, Fotos: Daniel Abt