Hamburgischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Fachverband für Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Brazilian Jiu-Jitsu und artverwandte Sportarten
Mit Sicherheit - Lebensgefühl

Bericht des HJJV

Vereinslehrgang in Norderstedt mit Herbert Bünning

Am Samstag den 25.04.2009 war endlich mal wieder Zeit für einen Vereinslehrgang bei Kodokan in Hamburg. Thema waren Stock- & Messertechniken und -kombinationen.

Trotz des schönen Wetters hatten sich 22 Teilnehmer im Aurikelstieg in Norderstedt eingefunden, um den Referenten Herbert Bünning "bei der Arbeit" zu sehen.

Nach einer kurzen Ansprache des Veranstalters, denn wer Herbert kennt, weiß um seine Qualitäten, ging es dann auch endlich los. Es sei nur soviel erwähnt, dass Herbert Bünning zu den Sportlern zählt, die sich neben dem Ju-Jutsu auch in anderen Disziplinen, wie zum Beispiel Arnis und Kali zuhause fühlen.

Zum Aufwärmen hatte jeder Teilnehmer zwei Stöcke in der Hand und es wurden Doppelstock-Techniken geschlagen, soge-nannte Sinawalis, die mit fortschreitendem Lehrgang entsprechend variiert wurden. Durch den geschickten Aufbau dieser Schlagmuster hatten die Teilnehmer später sichtlich Spaß daran, auch schwierigere Muster zu schlagen.

In dem zweiten Teil des Lehrgangs war jeder Teilnehmer dann nur noch mit einem Stock bewaffnet und es wurden Techniken im Bereich "Stick against Stick" (Stock gegen Stock) erarbeitet.

Hier stellte Herbert nur einen kleinen Teil seines Repertoires vor. Von der Entwaffnung, dem Hebeln und anschließender Wurf- und Würgetechniken war alles vertreten.

Herbert zeigte auch, wie einfach es ist waffengeführte Bewegungen in waffenlose Bewegungen zu überführen. Das heißt, Bewegungsmuster mit zwei Stöcken können auch mit nur einem Stock, mit dem Messer oder waffenlos mit den Fäusten ausgeführt werden.

So werden gleiche Bewegungsabläufe in unterschiedlicher Art trainiert. Es ist egal, ob man etwas in der Hand hat oder auch nicht!

Im letzten und dritten Teil des Lehrgangs widmeten wir uns dem Bereich "Empty Hands against Stick" (waffenlose Verteidigung gegen den Stock). Beginnend mit der Entwaffnung wurden danach jeweils nur eine Hebel-, Würge- und Wurftechnik gezeigt. Auch hier zeigte sich, dass dieser Bereich ein sehr umfangreiches Betätigungsfeld ist.

Herbert ließ sich auch nicht nehmen, geschichtliche Daten und Fakten aus dem Bereich der philippinischen Kampfkünste mit einfließen zu lassen. Dadurch wurden diverse Techniken lebendig und der Teilnehmer konnte sich besser vorstellen, warum die Technik gerade so ausgeführt wird.

In Anbetracht dessen, dass Herbert seine Lehrgangszeit überziehen durfte, kann der Veranstalter von einem Erfolg und der Referent von interessierten Teilnehmern reden. Wie komplex jeder dieser Bereiche ist, zeigt sich daran, dass wir nur Stocktechniken und -kombinationen erarbeiten konnten. Zu den Messertechniken und -kombinationen sind wir gar nicht mehr gekommen.

Wie ich den Verein Kodokan kennen gelernt habe, wird es bezüglich des fehlenden Bereichs, der Messertechniken und -kombinationen, demnächst eine Fortsetzung geben.

Für mich war der Lehrgang auf jeden Fall ein voller Erfolg und da denke ich, spreche ich für alle Teilnehmer.

Danke Herbert!

Text: Andreas Witt
Bilder: Philipp Alexander Roth


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