Hamburgischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Fachverband für Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Brazilian Jiu-Jitsu und artverwandte Sportarten
Mit Sicherheit - Lebensgefühl

Bericht des HJJV

Auf dem Weg ins Ziel

Der Danvorbereitungslehrgang soll die Sportler auf künftige Prüfungen vorbereiten.

Teilnehmer

Am 14. September fand der Danvorbereitungslehrgang im LLZ statt. Was die "alten Hasen" schon lange wissen und die "Jungen" bei der ungewohnten Länge des Lehrganges (6 Stunden) erahnten, war dass hier einiges anders läuft.

Seit 2005 ist das Fach Nothilfe/Notwehr kein Prüfungsfach mehr. Die Länder müssen dieses Fach in einem Extra-Lehrgang durchführen. Der HJJV hatte sich entschlossen, keinen zusätzlichen Tag dafür anzusetzen, sondern den Danvorbereitungslehrgang, um zwei Stunden zu verlängern.

Michael Richter unterrichtete die Nothilfe. Mit großem Praxiswissen schaffte er es, den Teilnehmern die Grundlagen der rechtlichen Sicht näher zu bringen. Hier sollen keine Rechtsanwälte ausgebildet werden, sondern ein gutes Rechtverständnis vermittelt werden, für das was wir tun. Mit vielen Beispielen aus der Praxis wurde das Thema schnell zu einer spannenden Sache. Durch die Übungsbeispiele wurde die Sensibilität erhöht und viele Missverständnisse konnten aufgeklärt werden.

Nach einer kurzen Pause wurden dann die prüfungsrelevanten Techniken von Thomas Werner und Jens Keckstein durchgenommen. Auch dieser Teil war dann für die "Neulinge" ungewohnt. Kennt man es von anderen Lehrgängen so, dass der/die Lehrgangsleiter ihre Techniken vormachen und man dann Zeit bekommt diesen nachzueifern, wird hier wenig gezeigt.

Die meisten Teilnehmer stehen kurz vor der Prüfung und sollten daher zu diesem Zeitpunkt schon ihr Programm beherrschen. Somit sollte es hier nichts Neues mehr zu lernen geben.

Die Lehrgangsleiter, die i.d.R. auch Prüfer sind, fragen nur ihre Schwerpunkte ab und versuchen dann auf bekannte Schwächen hinzuweisen bzw. auf gesehene Fehler einzugehen. Dies sollte eigentlich nur noch der letzte Schliff sein, um die letzten Wochen vor der Prüfung optimal nutzen zu können.

Natürlich ist hier auch immer Zeit, um alle offenen Fragen zu klären.

Aber auch für Teilnehmer, die nicht unmittelbar vor einer Prüfung stehen ist es interessant, einmal dass komplette Programm in kompakter Form durchzugehen.

Ein wichtiger anderer Aspekt, ist das gegenseitige Kennenlernen. Die meisten Prüflinge verbringen ihre gesammte Vorbereitung in einem einzigen Verein mit wenigen aber gut bekannten Partnern. Spätestens auf der Prüfung wundern sie sich, dass die anderen "fremden" Prüfungsteilnehmer sich anders bewegen, schwerer oder leichter sind und eben nicht so gut mitgehen wie die Lieblingspartner. Dies hat schon so manchem Teilnehmer die Prüfung sehr erschwert.

Hier nochmal ein Hinweis dazu: Trefft euch mit anderen Teilnehmern. Geht gemeinsam zum Training oder trefft euch privat in irgendeinem Dojo.

Am Ende des langen Tages konnten dann die 24 Teilnehmer/-innen das Dojo verlassen und in ihrem Handgepack vielleicht den einen oder anderen entscheidenden Hinweis mitnehmen.

Jens Keckstein


Fotogalerie