Hamburgischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Fachverband für Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Brazilian Jiu-Jitsu und artverwandte Sportarten
Mit Sicherheit - Lebensgefühl

Bericht des HJJV

Ninjutsu meets Ju-Jutsu

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11.01.2015 - Es war ein sehr ungemütlicher Nachmittag in Hamburg. Regen, Sturm und alles, was das Wetter so zu bieten hat war vorhanden. Und dann auch noch ein Lehrgang, der “lediglich” als Vereinslehrgang ausgeschrieben war. Also galt dieser nicht als Prüfungslehrgang. Warum also hingehen? Fast 40 Kampfsportler und viele Zuschauer (z.B. Grandmaster Sigung Hubert Wolf und Hanshi Michael Boldt) nahmen diese Unannehmlichkeiten in Kauf und trafen sich um 14 Uhr zum Freundschaftslehrgang Ninjutsu meets Ju-Jutsu. Geladen hatte die Ju-Jutsu-Abteilung des SC Langenhorn, organisiert durch Olaf Bertram und Thorsten Wießner. Als Referent für das Ninjutsu konnte man Charlie Yakov Schacht gewinnen (u.a.6. Dan Bujinkan Ninjutsu, Leiter Ninjutsu Akademie Hamburg), der von 14-16 Uhr einen Einblick in das Ninjutsu zeigte. Als Unterstützung kamen seine Braungurte Steffen, Thomas und Daniel mit. Charlie erklärte kurz, woher das Ninjutsu stammt und das es als als Teil einer gelebten Tradition erhalten und parallel als moderne Version mit den Elementen aus dem BJJ, MMA, Krav Maga und vielem mehr ergänzt wird.

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Vieles kam einem bekannt vor, vieles war auch sehr anders. So wurde zum Beispiel der Kipphandhebel (Ninjutsu= Umote Gyaku) nicht auf Höhe des Haras gezeigt, sondern wird in einer kreisförmigen Bewegung zunächst zum Kopf und dann erst wieder abwärts ausgeführt. Dies verbessert die Deckung, da der angewinkelte rechte Ellenbogen einen weiteren Schlag des Ukes abmildern kann. Dann erlernten wir Drills, bei denen wir aus einem Angriff mit Atemitechniken des Angreifers gleich einen Hebel ansetzen konnten. Anschließend ging es zur Bodenarbeit über. Nach einem Wurf gingen wir mit dem aufgesetzen Knie über Toris Bauchraum in die Mountposition (Reitsitz). Dieser musste sich verteidigen, indem er Uke mit einer Fixierung der Hände an sich heranzog, einen Arm zur Seite führte und das Bein über des Kopf schwang. Nun noch einmal anziehen und zack- war man im Seitsteckhebel. Viel zu schnell war die Zeit vorüber. Nach einer kurzen Pause stand nun das Thema olafJu-Jutsu auf dem Trainingsplan. Die Referenten Christopher Kümmerling (u.a. 5 Dan JJ, Trainer A), Olaf Bertram (u.a. 5. Dan JJ, Trainer C) und Thorsten Wießner (u.a. 2. Dan JJ) drittelten die Mattenfläche und unterrichten parallel. Jeweils nach etwas über einer halben Stunde wechselten die Trainer auf die nächstliegende Fläche. Jeder dieser Übungsleiter hatte kleine Schmankerln (SV mit dem Gürtel, Irimi-Nage, diverse Wurftechniken) im Gepäck, so dass bei den Übenden keine Langeweile aufkam. Um 18 Uhr war dann leider schon die Zeit um.

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Was hier besonders aufgefallen war ist die Durchmischung aller Gürtelfarben und eine Präsenz vieler Vereine (sogar aus Schleswig-Holstein) und zum Teil auch Sportler ganz anderer Stilrichtungen. Das machte wahrscheinlich auch die besondere Atmosphäre des Lehrgangs aus.

Fazit: Jederzeit gerne wieder!

Text & Fotos: Thorsten Wießner, Presseteam HJJV

Ach ja: bitte an den nächsten Lehrgang denken: BJJ ist angesagt