Hamburgischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Fachverband für Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Brazilian Jiu-Jitsu und artverwandte Sportarten
Mit Sicherheit - Lebensgefühl

Bericht des HJJV

Technik-Event mit Kyoshi Alain Sailly (8. Dan Goshindo)

Großmeisterliche Exaktheit, begeisterter Applaus

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So viel begeisterter Applaus ist selten auf Lehrgängen: Lang anhaltend applaudierend bedankten sich die rund 100 Teilnehmer des diesjährigen zweitägigen Technik-Events Anfang Juni beim Referenten Alain Sailly (8. Dan Goshindo, 6. Dan Ju Jutsu, 2. Dan Judo, Lehrer für Sambo, Ringen und All Sport). Der sympathische Franzose ließ es sich denn auch nicht nehmen, beim Abgrüßen die Reihe abzulaufen, jeden Einzelnen abzuklatschen und "Merci" zu sagen.

Vorausgegangen war wieder ein vielseitiges, abwechslungsreiches Training im Dojo des Polizeisportvereins (SVP), das den Ju Jutsuka eine Vielzahl interessanter und vor allem wirksamer Kombinationen nahe brachte. Die Palette reichte vom Armstreckhebel über Beinhebel bis zu Selbstfallwürfen. Jens Keckstein, Prüfungsreferent im Vorstand des HJJV, kommentierte: "Da war für jeden Ju Jutsuka etwas dabei. Egal ob Weiß-Gurt oder hoch graduiert – bei Alain Sailly kann jeder noch etwas lernen und sein Ju Jutsu weiter entwickeln." Da kommt es auch nicht von ungefähr, dass Sportler von weither anreisen, um das Hamburger Technik-Event zu erleben – selbst einer Gruppe aus dem tiefsten Ostfriesland war der Weg in die Hamburger City-Nord nicht zu weit…

Das liegt sicher zum einen an der Qualität der Kombinationen und der großmeisterlichen Exaktheit, mit der Alain sie ausführt, zum anderen zweifelsohne aber auch an seiner freundlichen und zugewandten Didaktik, mit der er die Techniken vermittelt. Bei aller Herausforderung des Trainings war auch immer Spaß und Fröhlichkeit im Dojo.

Am zweiten Tag des Wochenendlehrgang startete Alain um 10 Uhr. Wie am Samstag gab es Aufwärmspielchen, bei denen man bereits ein wenig aufpassen, musste, denn sonst stand man bei der Partnerübung plötzlich ohne Partner da… Dann baute Alain die Kombinationen Schritt für Schritt auf, einem Bauplan gleich. Der Uke wurde mit einer großen Anzahl von kurzen, schnellen Atemis beschäftigt, damit man schließlich seine Wunschtechnik durchsetzen konnte. Auch am Sonntag standen Beinhebel, Sicheln (Ko-Soto-Gari), Seitstreck- und Armstreckhebel sowie Beinrollwurf auf dem Programm.

Schön war die Idee, an beiden Tagen die letzten zehn Minuten des Lehrgangs für Stretching zu nutzen. Da brachte Fatma Keckstein mit Dehnübungen die morschen Knochen der fleißigen Ju Jutsuka wieder in die richtige Reihenfolge.

Merci bien, wir freuen uns schon jetzt auf das Technik-Event im Juni 2014!

Text + Fotos: Ralph Boeddeker/Thorsten Wießner, Medienteam HJJV


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