Hamburgischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Fachverband für Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Brazilian Jiu-Jitsu und artverwandte Sportarten
Mit Sicherheit - Lebensgefühl

Bericht des HJJV

Landeslehrgang mit Sigi Sobolewski (7. Dan Ju-Jutsu)

Am 22.10.2011 fand im Landesleistungszentrum in Hamburg der vorletzte Landeslehrgang für das Jahr 2011 statt.

Eingeladen hierzu hatte obiger Referent. Thema dieser Veranstaltung: Kombinationen um den 3-er Kontakt und Verteidigung gegen Stock oder Baseballschläger. "Stöcke und Baseballschläger sind mitzubringen"

Dieser Einladung sind über 50 Ju-Jutsuka gefolgt.

Den ersten Teil des Lehrganges verbrachten wir mit dem 3-er Kontakt. Abwechslungsreich in den Angriffsvarianten und in den Weiterführungstechniken konnten wir die Techniken erlernen, bzw. neu in unser Wissen aufnehmen.

Nach einer kurzen Pause dann die Waffen. Der Stock ist zwischenzeitlich ein "normales" Trainingsgerät, der gehört in jede Sporttasche. Bei dem Baseballschläger sieht es jedoch etwas anders aus. Ich, ebenfalls Teilnehmer des Lehrganges, besitze solch eine Keule nicht. Bei Anfragen im Freundeskreis erntete ich nur Schulterzucken, so dass ich gezwungen war, mir ein eigenes Sportgerät zuzulegen.

Auf dem Weg vom Sportgeschäft durch div. Hamburger Stadtteile fragte ich mich dann, was ich machen würde, wenn der mirgegenüber jetzt so eine Baseballkeule hätte und ich gezwungen wäre, mich hiergegen zu verteidigen.

Die Aufklärung / Erklärung bekamen alle Teilnehmer dann in dem verbleibenden Teil des Lehrganges. Eindrucksvoll und gut vorbereitet erklärte und demonstrierte Sigi die Möglichkeiten, sich gegen diesen bisher "unbekannten Gegenstand" optimal und sicher zur Wehr zu setzen.

Neben Stock und Baseballkeule hatte Sigi einen ganzen Sack voller Schlagwaffen mitgebracht. Kurz, lang, dick, dünn, leicht, schwer, beweglich. Hierdurch wurde demonstriert, dass unterschiedliche Gegenstände aufgrund ihrer Eigenschaft anders verwendet werden.

Ein kleiner Rattanstock lässt sich locker aus dem Handgelenk schlagen, eine 30 Unzen Baseballkeule hingegen kann effektiv nur zum Einsatz kommen, wenn der Angreifer beide Hände nutzt und zum Schlag ausholt. Dies erscheint simpel, ist für die Verteidigung jedoch von immenser Bedeutung. Durch die länger andauernde Ausholbewegung mit beiden Armen an der Waffe, bleibt dem Verteidiger mehr Zeit, den Angriff entgegenzugehen, bzw. ihn zu verhindern.

Ausführlich erklärt und demonstriert wird jedem Teilnehmer dieser Lehrgang in bester Erinnerung bleiben.

Wie bereits oben erwähnt, war ich nicht nur Teilnehmer des Lehrganges, sondern auch einen Großteil dieser Zeit der Dummy von Sigi. Das ein oder andere "Klong" entstand durch dass Zusammentreffen zwischen den Waffen und mir. Dies hat mir gezeigt, wie gefährlich solche Waffen sind, auf der anderen Seite zeigt dies jedoch (die "Klongs" waren nicht wirklich schmerzhaft) wie präzise Sigi mit den Waffen umgehen kann. Ich war zwar Dummy, Sigi und ich hatten vorher jedoch noch nie zusammen trainiert!

Vielen Dank für den tollen Lehrgang.
Michael Bohn


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